Alles zum Thema Fahrdynamik, Federung, Höherlegung etc.
By ArchivUser30
#11444
Ist das Gabelöl nennenswertem Verschleiß unterzogen?

Sollte man es irgendwann tauschen?

Wenn ja, wann? Zeit? Laufleistung?
By ArchivUser2
#11445
ja, denn:

1. es wird ständig durch dünne bohrungen gepresst

2. es gibt metallische teile, die in einer solchen gabel aufeinander reiben. das gabelöl nimmt die partikel auf und beim wechsel werden sie abtransportiert.

eigentlich 1x jährlich beim strassenmotorrad, also ca. alle 15tkm.

bei mx-maschinen 3-4x jährlich!!
By ArchivUser30
#11446
Okay.

Ein Bekannter sagte mir nämlich, dass seine Gabel nach dem Wechsel wieder deutlich besser ansprechen würde. Hielt es bisher nicht für nötig, aber solangsam wäre es vielleicht angebracht.


Werde mich über den Winter dann mal damit befassen.
Was und wieviel reinkommt, weiß ich immerhin schon:

10W, 585ml / 132mm rechts und links
<span style="font-size:7pt;](Quelle: www.kleinjung.de)
Zuletzt geändert von Ole69 am 01.11.2006, 20:40, insgesamt 1-mal geändert.
By ArchivUser27
#11447
Ist das so lonenswert das zu machen? das ist ja auch immer ne geld sache und so ein unterschied dürtfe da ja net sein oder?
By ArchivUser2
#11448
hallo andy, hast du meinen post gelesen? warum soll man denn motorenöl wechseln? stellt sich da die frage, ob es lohnt?
du lässt mich schwer verwundert zurück!

zurück zum thema: eine gabel, die man nicht verstellen kann, wie eben die der fmx, kann man in grenzen durch viskosität des öls und das verbleibende luftpolster über dem gabelölniveau einstellen.
dabei gilt je niedriger die viskosität (2,5 -20, es gibt auch ein mehrbreichsöl 10w40), desto feiner spricht die gabel an, hat aber weniger durchschlagschutz (weil die bewegung nicht effektiv gebremst wird) und kann (!) zum pumpen neigen. zu hohe viskosität macht die gabel in der mitte bis zum endanschlag störrisch. hier gilt es den eigenen kompromiss passend zum fahrstil zu suchen.
eine tiefgreifende (und kostenlose!!) einstellmöglichkeit bietet das luftpolster. so nennt man die differenz zwischen gabelölniveau (bei zusammengeschobener gabel ohne federn) und dem oberen rand des standrohrs. das luftpolster ist eine feder!! mache ich das luftpolster grösser wird die gabel weicher, spricht besser an, bewegt sich schneller durch den federweg und schlägt potentiell an! mache ich das luftpolster kleiner, spricht die gabel weniger sensibel an, wird aber üblicherweise in der mitte des federwegs strammer und schlägt selten durch.

um vernünftig an einer gabel arbeiten zu können, muss man diese ausbauen. also nicht unbedingt geeignet für absolute schrauberneulinge. man braucht unbedingt einen drehmomentschlüssel!

ich empfehle, mit der vorgeschriebenen viskosität zu beginnen, aber mit einem grösseren luftpolster. im falle der der fmx +15mm, also (wenn die angaben stimmen) mit 147mm. danach fahren und zwar eine typische strecke und die fahreigenschaften beurteilen. wenn es nicht passt, gabel wieder auf (eingebaut lassen) und das luftpolster schrittweise in 5mm schritten verändern bis es einem passt. da muss man halt zeit mitbringen und sensibilität.
supermoto-mässig wird man mit kleinerem luftpolster beginnen (125mm) und möglicherweise mit 12,5er öl.

sehr wichtig: beim wiedereinbau der gabelholme, sollte die untere gabelbrücke höchstens (!) mit dem vorgeschriebenen drehmoment angezogen werden, denn bei der usd-gabel läuft das tauchrohr in diesem bereich und das standrohr wird sehr leicht deformiert und das kann zu haken führen. üblicher wert sind 20Nm.

ich habe sehr gute erfahrung mit einem 10w40er synth-öl in der xbr-gabel gemacht. ich wollte es eigentlich nicht glauben, aber das öl war günstig, also habe ich es getestet und das teil liegt ungeheuer satt auf der strasse.

im jahr verschwende ich sicherlich ca. 50-70 stunden mit gabelwartung und einstellung bei eigenen und motorrädern von freunden. eine arbeit, die sich aber unbedingt lohnt, denn eine gut eingestellte, sauber arbeitende gabel kann einen sturz verhindern.
By ArchivUser104
#11449
dem wäre nichts hinzuzufügen.
eine ergänzung meinerseits: maßgeblich für das setup sind natürlich neben den einsatzbedingungen, das gewicht des fahrers.
ich z.b. finde die gabel der FMX von haus aus zu hart. vielleicht komme ich ja mal auf das setup mit dem erhöhten luftpolster zurück.

mein mann fährt z.b. zeitweise bei seiner domi einen 24l-tank von acerbis. bedingt durch das mehrgewicht ist die gabel zu weich. andere federn von white power brachten kurzzeitig besserung. erst nachdem er zusätzlich 2 bis 3 u-scheiben (mit durchmesser der feder) pro gabelholm montiert hatte, wurde das problem dauerhaft und natürlich preiswert behoben.
effekt dieser maßnahme ist die erhöhung der federvorspannung. beim hinteren zentralfederbein einfach über nutmutter zu erreichen. bei der gabel muß man sich mangels verstellmöglichkeit (zumindest bei der FMX) mit solchen kleinen tricks behelfen.

allerdings gebe ich choice recht: arbeiten an den federelementen sollten nur von geübten schraubern durchgeführt werden. man kann nämlich auch viel schei** bauen gerade bei den drehmomenten. und im extremfall hat man das setup so sehr verbockt, das man als folge einen unfall baut.
By ArchivUser30
#11450
Ziemlich ärgerlich, dass es für die FMX keine Bucheli Reparaturanleitung gibt.

Vielleicht leihe ich mir nochmal die für "Enduros, Crosser und Supermotos" aus der Stadtbibliothek aus.
Da steht viel grundsätzliches drin, erklärt am Beispiel einer WR450, glaube ich.

Bild
(scheint eine neuere Ausgabe zu sein)


Sind die Gabeln von WR und Co. in den Grundzügen mit der der FMX zu vergleichen oder ist sie durch die Verstellmöglichkeiten irgendwie anders?
By ArchivUser2
#11451
die wr-gabel is total anders, da bei ihr der versteller in der oberen kappe befestigt ist und weil es eine cartridge-gabel ist.
By ArchivUser27
#11453
@choice,

habe ich es war ja nur net fargen halt. weil ich das net so kenne das man 1 mal jährlich das wechselt.
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