Hier findest du alle Tipps zum Thema Motor der FMX!
By ArchivUser104
#9657
gesund = technisch intakter motor bei dem alle lagerstellen ein normales tragbild aufweisen, die schaftdichtungen nicht hart wie granit sind, bei dem die feuerstege nicht durch schlechten sprit verkockelt sind, bei dem regelmäßig alle ölwechselintervalle eingehalten worden sind (egal welche laufleistung).

gut eingefahren = vorweg erstmal, ich halte gar nix von der meinung der hersteller "heutige motoren brauchen nicht mehr eingefahren werden" <<< schwachsinn!!! ich könnte genügend beispiele aufzählen, das eine sorgfältige einfahrphase sehr wohl entscheidend ist für die wirtschaftlichkeit und die langlebigkeit eines antriebaggregats! wie man eine maschine richtig einfährt dürfte ja eigentlich hinlänglich bekannt sein (bei bedarf mache ich gern hierzu weitere angaben)

es mag zwar schon abgedroschen klingen, aber ich bringe an dieser stelle wieder das beispiel der dominator meines freundes. 120000km auf der uhr und "kerngesund"(thermisch und mechanisch). und ich schwöre null ölverbrauch!!! und warum? naja ist ziemlich simpel:
sehr gewissenhaft eingefahren, ölwechselintervalle eingehalten (6000km), immer öl in ausreichender menge und richtiger viskosität eingefüllt. man kann durchaus "baumarktöl" verwenden, kein problem bei der domi, aber wenn man paar mark drauflegt ist qualitativ hochwertiges öl auch kein fehler und macht sich langfristig auf jeden fall bezahlt. aber auch die warmfahrphasen bei kalten motor sollten nicht unterschätzt werden. wir sprechen hier immerhin von einem zylinder mit ner 100er bohrung. und schon allein die steigleitung zum zylinderkopf hinauf mißt schonmal mindestens 20cm ,da hat die pumpe ab kaltstart erst mal gut zu tun denke ich! nicht umsonst ist der häufigste lagerschaden der bei dem rfvc-single auftritt, das obere nockenwellenlager in der mitte!

übrigens dieser text spiegelt meine eigene meinung wieder. ich weiß, das andere leute teils entgegensätzliche erfahrungen gemacht haben. aber ich gebe hier halt meine gesammelten erfahrungen zum besten. also nicht böse sein leutz! :P
By ArchivUser68
#9658
Hey Susy, wie bekannt eine umfangreiche Erklärung ;)
Ich kann es technisch nicht annähernd so genau Beschreiben wie du. Verstanden habe ich es ^^ Was du unter dem Thema Einfahren verstehst deckt sich auch mit meiner Meinung. Die ersten 1000km bin ich ganz lässig angegangen. Immer erst warmtuckern. Nie volllast. Wechsel von Drehzahlen, aus dem Keller bis ganz kurz mal hohe Drehzahlen angeschnitten u.s.w.. Ich lege lieber ein paar Euro drauf um gutes Öl zu kaufen. Öl ist doch das Blut in jedem Motor. Je besser desto gesünder. Da spart man an falscher Stelle. Alle Wechselintervalle einhalten versteht sich auch. Ölwechsel auch lieber alle 3000km mit Filter da er nicht viel kostet. Zum Thema Motor warm fahren habe ich hier schon oft geschrieben immer erst warm dann Gas! Sollte aber hier auch jedem klar sein 8)
Ich kann mir meinen Ölverbrauch nur so erklären, weil ich oft Stadtverkehr fahre, öfter mal die Gänge für den einen oder anderen Sprint in der City ausfahre und nicht zu vergessen mindestens 2 mal im Monat auf einer Supermoto Strecke zu sehen bin. Da gebe ich meiner FMX ganz gut die Sporen. Ich denke wer so nicht fährt. Viel Landstrasse dahin tuckert und so seine km abreißt hat einen anderen Ölverbrauch als ich, oder was meinst du?
By ArchivUser30
#9659
Zitat:

1/2 liter öl auf 1000km!!! das habe ich bei einem gesunden und gut eingefahrenen einzylinder noch nie erlebt! egal ob fmx, nx, xl oder sonst was.



Ich glaube es war die Rede von 400ml auf 5000km, nicht 500ml auf 1000km :P
By ArchivUser68
#9660
ist mir garnicht aufgefallen, gut aufgepaßt super-b *augenauf* 8)
übriegens bin ich heute 110km mit 4,25l Sprit gefahren so gemütlich 90 auf der Landstr. mit mal mehr mal weniger Gas geb... guter Wert... und mit abgespackter Haltung ist sie laut Tacho vorhin 170 gelaufen und da ging noch ein bissl (nicht Berg ab) 8o
By ArchivUser104
#9661
@ super-b ich bezog mich auf choice seine aussage. ich zitiere: "honda gibt meines wissens bis zu 500 ml pro 1000 km als möglichen verbrauch an." und 500ml sind laut meiner rechnung 1/2 liter oder täusche ich mich da??? ?(

@g-unit

natürlich könntest du recht haben mit deinen angaben. aber ein bißchen zweifel ich auch daran. wir (mein freund und ich) fahren auch viel stadtverkehr. gerade momentan bei dem wetter bietet sich der tägliche weg zur arbeit mehr als an. aber auch kleinere besorgungen usw. sind mit dem bike schneller zu erledigen da hier bei uns überall permanenter parkplatzmangel herrscht. und eins kannst du mir glauben, wir sind ganz bestimmt nicht strich 50km/h unterwegs 8o
trotzdem kein ölverbrauch!
auch mit dem betrieb des bikes im sportsector ist das so ne sache. klar auf so ner supermotostrecke gehts "heiß" her in jeder hinsicht. aber deshalb erhöhter ölverbrauch???
mein freund scheucht seine domi auch öfter mal durchs gelände. da steigt dann die temperatur auch schnell mal jenseits der 120grad genau das gleiche gilt für die anfahrtsetappen zum urlaubsziel auf der autobahn. für ein einzylinder bestimmt keine paradedisziplin. trotzdem kein ölverbrauch!!!
wenn dich meine meinung interessiert, dann würde ich in deinem fall eher auf eine gewisse serienstreuung von honda was die qualität angeht schlußfolgern. und was das angeht, da kann nun wirklich keiner was dafür (außer honda [IMG]happy.gif" border="0] )
es ist nunmal so, daß mechanische bauteile immer gewissen fertigungstoleranzen unterliegen. der eine hat da mehr glück mit dem bike, der andere halt weniger. es kann zum beispiel bei deiner laufleistung durchaus noch möglich sein, das sich der verbrauch noch minimiert. obwohl ich das eher nicht glaube.
normal ist es, wenn der ölverbrauch des motors im neuzustand geringfügig höher ist da die teile speziell die zylinder-kolben-kombination sich am anfang erstmal aufeinander "einarbeiten" müssen. später sollte der verbrauch dann aber zurück im idealfall auf null gehen. und erst mit zunehmender laufleistung wenn das kolbenringspiel größer wird und die schaftdichtungen nicht mehr so ganz ihrer abdichtenden wirkung nachkommen wird der verbrauch wieder meßbar.
das wäre zumindest der idealfall. aber wie so oft im leben, tritt der nicht immer so wirklich ein! ;) :D
Zuletzt geändert von ArchivUser29 am 19.07.2006, 17:51, insgesamt 1-mal geändert.
By ArchivUser68
#9662
wuschhhh ?( also das letzte drittel deiner Erklärung habe ich nur zu 70% verstanden *lol* wird aber so richtig sein! Vielleicht habe ich ja eine Schlucksau aber Hauptsache sie geht gut nach vorne *grins*
Also ich werde da einfach mal jetzt genau drauf achten! Gestern war der Ölwechsel, ich habe noch ca. 600ml in der Pulle und mal gucken was ich nach weiteren 6000km noch drin habe :D

Vielen dank auf jeden für deine ausführlichen Berichte!!!
By ArchivUser61
#9663
hi ihr,

also es kann sein, das wenn das bike nicht richtig eingefahren wurde dass sie deutlich mehr öl verbraucht als ne andere.

ich selber habe kein ölverbrauch wenn dann minimal.

nun ist die frage ob du g- unit deine karre sorgsam ein gefahren bist??

ansonsten find ich das nicht normal dass sie so viel öl verbraucht.


lg niki
By ArchivUser104
#9664
kein problem, ich versuchs etwas genauer zu formulieren:

also wenn ein motor neu ist, unterliegt er etwas anderen gesetzmäßigkeiten als wie einer der schon paar kilometer auf dem buckel hat. man muß sich das so vorstellen, daß alle sich bewegenden metallteile (kolben, lager, getriebe, ventiltrieb usw.) ab werk gewissen fertigungstoleranzen unterliegen. das spiegelt sich zum einen in der maßhaltigkeit wieder aber auch in der oberflächenstruktur. wenn man also so ein stirnrad im getriebe unter der lupe (microskop) betrachten würde, stellt man fest, daß die oberfläche meist noch recht rau von der bearbeitung her ist. das trifft auch auf die oberfläche von kolben und zylinder zu. nun ist es die aufgabe des besitzers diesen zustand alsbald zu ändern. daher gibt es die einfahrphase am anfang des motorlebens. in dieser zeit entsteht bedingt durch die aufeinandertreffenden metallflächen eine erhöhte reibung mit der damit verbundenen thermischen belastung im motor. der dabei vermehrt entstehende abrieb (kleinste metallspäne) wird vom öl gebunden. daher muß auch bei bereits 1000km der erste ölwechsel gemacht werden. übrigens empfiehlt nicht nur honda am anfang bewußt "nur" mineralisches motoröl zu verwenden. der effekt ist der, das sich dadurch die einfahrphase etwas verkürzt, da die schmiereigenschaften von konventionellen mineralöl natürlich nicht so gut sind, wie die von ultramodernen synthetikschmierstoffen.
selbstredend dürfte klar sein von welcher bedeutung gerade diese ersten kilometer für das weitere leben des motors sind. es läßt sich nur erahnen wie sich brutale vollgasetappen, falsche schaltdrehzahlen bzw. topspeed mit kaltem motor in der einfahrzeit auswirken.
der motor erreicht quasi dadurch niemals sein volles potential was wirtschaftlichkeit, wirkungsgrad und haltbarkeit angeht.
ich kannte mal einen alten handwerksmeister, der hat den motor seiner gummikuh ausgebaut und "künstlich" auf der drehbank eingefahren. klar viele denken jetzt der mann hat zu lange in der sonne gelegen 8)
aber eins war fakt, die akustik seines motors war mustergültig leise, der verbrauch war sensationell niedrig, die thermik war auf niveau einer lauhen frühlingsnacht und die halbarkeit... (ich glaube der mann ist gestorben, die bmw gibt es aber noch ;) )
was ich aber damit deutlich machen wollte ist, das man das mit dem einfahren nicht zu leicht nehmen sollte entgegen der meinung, welche so mancher herstellung vertritt !

noch ein nachtrag zu der speziellen kolben-zylinder-kombination! hier im herz des motors finden besondere belastungen durch druck, temperatur und kinetik statt. daher kann hier das öl mal so richtig zeigen was es drauf hat. billigöl rächt sich hier am ehesten.
der kolben ist im neuzustand meist bewußt rau gehalten an der oberfläche. (feine mit dem umfang verlaufende rillen)
aber auch der zylinder ist mit einem kreuzförmigen schleifmuster vom hohnen her versehen.
hinzu kommt die reibwertpaarung stahl-aluminium!
hier treten gemäß in der einfahrphase die größten beanspruchungen auf. und natürlich kann man auch hier am anfang den größten bockmist produzieren durch unsachgemäße behandlung.

wenn alles glatt läuft, dann erreicht man bei dem 650er rfvc-single durchaus laufleistungen jenseits der 100000km-grenze ohne zwischdurch besitzer der aktienmehrheit eines mineralölunternehmens geworden zu sein :D
By ArchivUser30
#9665
Meine ist sehr sorgsam eingefahren worden und braucht auch Öl.
Von daher mache ich mir keine Gedanken.

170 - wow! Die Anlage überzeugt mich immer mehr ;)


@susy: feine lange Erklärungen ;) sehr bemüht!
Zuletzt geändert von Ole69 am 19.07.2006, 21:08, insgesamt 1-mal geändert.
By ArchivUser118
#9666
@ susy
nen ganz dickes lob von mir für deinen text!! ich bin ja anfänger auf dem gebiet und deineerklärung war sehr verständlich und auch ausführlich!! werde diese sachen dann auch beim einfahren meiner fmx beachten.

also nochmal *respekt* von mir!!!!

p.s. woher hast du eigentlich soviel ahnung davon?
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