Ventilschaftdichtungen austauschen (Druckluft Methode)

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Ventilschaftdichtungen austauschen (Druckluft Methode)

von MadJoe » 28.03.2017, 11:45
Für diese Arbeiten am Motor selbst, sollte man schon gewisse Schrauber-Erfahrungen mitbringen.
Das Grundverständniss und die Funktionsweise des Motors (Ventilführung, Steuerkette, Nockenwelle) sollte einem bekannt sein.


Vorteil der Methode:
Zylinderkopf, Auspuffkrümmer, Vergaser, Steuerkette und Nockenwelle usw. bleiben montiert.
Das spart Zeit und viele neue Dichtungen.

Benötigtes Werkzeug:
- einige Ringschlüssel (8er, 10er, 11er, 12er, etc.)
- einige Inbusschlüssel
- Zündkerzenadapter Druckluftkompressor (ich benutz den Adapter meines Kompressionsprüfers, geht aber auch mit ausgebohrten Zündkerzen oder sonstigen Hilfsmitteln.
- Ventilfederniederdrücker- / halter (ich benutz dafür meinen Schneideisenhalter aus dem Gewindeschneidsatz und meinen Nachbarn zum niederhalten)
- magnetischer kleiner Schraubendreher (um die Ventilkeile rein und raus zu angeln)
- sonstiges übliches Werkzeug

Also hier meine Beschreibung:

1.Erstmal alles Frei machen:
Verkleidungen, Tank runter, oberen Motorhalter mit Zündspule, dieses Unterdruckventil fürs SLS...so dass der Ganze Ventildeckel frei ist. Kerze kann auch raus, dann lässt der Motor sich einfacher auf OT drehen.

2.Ventildeckel lösen und abnehmen:
Alle Verschraubungen nach und nach vorsichtig lösen, Schrauben entfernen. Ölsteigleitung nicht vergessen. (am besten die Position auf einen Pappkarton übertragen und die demontierten Schrauben in den Pappkarton rammen) Ihr werdet merken, dass sich zwei der Schrauben garnicht entfernen lassen, zumindest nicht solange der Motor im Motorrad steckt. Macht nix, einfach komplett losschrauben und mit dem Deckel gemeinsam herausheben. Achtet auf die beiden Passhülsen, bitte nichts in den Motor fallen lassen.

3.Motor auf OT stellen und alle Öffnungen im Zylinderkopf sichern:
Wenn der Deckel demontiert ist, habt Ihr freie Sicht auf Nockenwelle, Steuerkette und die Ventile. Die Kipphebel verbleiben komplett im Ventildeckel. Sobald der Motor auf OT gestellt ist, verstopfe ich alle Öffnungen im Zylinderkopf mit geeigneten Lappen, (insbesondere der Kettenschacht) damit mir hier keinesfalls irgendein Werkzeug oder Kleinteil hineinfällt.

4. Innendruck aufbauen und Ventilfedern lösen:
Jetzt gehts eigentlich schon mit dem Dichtungswechsel los. Wenn Ihr nun einen Innendruck im Zylinder erzeugt habt, es reichen 1-2 Bar und eure Ventile auch dicht sind, dann könnt ihr die Federteller herunterdrücken und die Klemmkeile entnehmen. (Nur den Federteller niederdrücken, nicht das Ventil)
Federteller runter, beide Federn runter, "SCHAFTDICHTUNG ab, neue SCHAFDICHTUNG drauf", Federn drauf, Federteller drauf, wieder alles ausser dem Ventil runterdrücken und Keile wieder rein.

Und schon ist eine Schaftdichtung ausgetauscht ;-) Die anderen 3 sind identisch abzuhandeln, !!!

5. Zusammenbau:
naja und danach baut Ihr wieder alles zusammen. Lappen raus, Passstifte setzen, Neue Ventildeckeldichtung nicht vergessen.

6. Ventile einstellen/kontrollieren.

Bloss nicht irgendwie mit Silikon oder so rumzaubern. Die Dichtung ist pflicht, Kopf und Deckel bilden das Nockenwellenlager und die braucht das exakte Maß der Deckeldichtung und nicht irgendein Maß von wilden Silikonwülsten.
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